Die Schweiz stirbt!

Die Schweiz stirbt!

Du liest richtig. Wir leben in einer Zeit, wo Titel missbraucht werden, um Leser anzulocken. Und dann steht im Beitrag ganz etwas anderes. Bei mir ist es nicht so. Was heute im Titel steht, meine ich auch zu einhundert Prozent so. Setz dich und geniess eine Lektion, welche eventuell deine Denkweise verändern wird.

Um es von vorneherein klar zu stellen: Was ich heute schreibe ist absolut nichts Neues. Ich arbeite heute mit puren Fakten und versuche es verständlich an Herr und Frau Schweizer zu bringen. Ich werde es euch so erklären, dass es kaum einen Widerspruch geben kann, weil ich mir so sicher in dieser Sache bin. Auch, wenn es vielleicht ein bisschen kontrovers ist, es ist mit egal. Ich schlage euch die eiskalte Wahrheit ins Gesicht, ob es euch gefällt, oder nicht. Aktuell wird im Land über die Nachhaltigkeitsinitiative diskutiert. Eine Initiative, welche die Obergrenze der Schweizer Bevölkerung auf 10 Millionen limitiert. Per se ist diese Diskussion nichts Negatives. Egal auf welcher Seite man steht, es ist wichtig, sich darüber zu unterhalten, sich auszutauschen. Was ich euch heute sage, hat auch eigentlich nichts mit dieser Initiative zu tun, ich werde zum Schluss allerdings nochmal darauf eingehen müssen.

Ich wünschte mir jedoch, dass auch über dieses Thema wieder mehr geredet wird. Irgendwie poppt es all fünfzehn Jahre irgendwo mal in einer Randnotiz auf, und verschwindet dann ganz schnell wieder. Als wäre es etwas, worauf die Menschen allergisch wären. Die Schweiz stirbt meine ich nämlich wortwörtlich. Wir machen zu wenig Kinder. Viel zu wenige. Die Fertilitätsrate bei Herr und Frau Schweizer ist laut Bundesamt für Statistik aktuell (2024) beim Wert 1.2. Um es etwas verständlicher zu machen, nennen wir es ab jetzt Geburtenrate. Das Bundesamt für Statistik (BFS) nennt es auch Geburtenhäufigkeit. Original beschreiben sie es wie folgt: Die Geburtenhäufigkeit entspricht dem Verhältnis zwischen der Zahl der Lebendgeburten und der weiblichen Bevölkerung im gebärfähigen Alter (15–49 Jahre). Zu den Statistiken kommt ihr direkt über diesen Link. Das BFS ist für diesen Beitrag meine Hauptquelle. Ich nutzte ihre Zahlen allerdings nur, um euch etwas erschreckendes zu zeigen. Für den heutigen Beitrag ist nur folgende Statistik für uns relevant:

Ich persönlich bin ja ein richtiger Fan vom Bundesamt für Statistik. Bei ihnen wird einem nie langweilig. Wenn ihr wüsstet, über was man alles eine Statistik führt, irre! Und interessant. Ich glaube, es gibt kein Land, welches so gut über sich selbst informiert ist, wie die Schweiz. Von wirklich allem wurde Buch geführt. Am Schluss blickt man auf ein farbiges Diagram und denkt sich so: cool. Aber auf was möchte ich denn nun wirklich hinaus? Statistiken sind mega, da habe ich nichts dagegen, aber kann man aus ihnen auch die Zukunft lesen? Ich sage euch ganz klar: ja! Und ich muss kein Prophet sein, um euch dies zu zeigen. Ich muss auch nicht Baba Wanga kennen, um euch zu sagen, dass die Schweiz stirbt.

Die dunkle Zukunft der Schweiz

Wenn Statistiken etwas zeigen, dann ist es einen Trend. So auch die erste Statistik im Beitrag. Wir erkennen eine schwere Zeit rund um den ersten und zweiten Weltkrieg. Wir erkennen den sogenannten Babyboom, nach dem zweiten Weltkrieg. Und wir erkennen, dass der Trend seit den 80’ern immer gleich ist: und zwar zu tief! Doch von vorn: Auf der Statistik erkennen wir, dass es seit geraumer Zeit einen Wert für den Erhalt der Elterngeneration gibt. Dieser ist 2.1. Dies bedeutet, dass eine Frau im Durchschnitt mehr wie zwei Kinder gebären muss, um die Anzahl der Bevölkerung stabil zu halten. Diesen Wert überschreitet Frau Schweizer seit ca. 55 Jahren nicht mehr. Für die erste Rechnung nehmen wir wirklich nur die Schweizer Bevölkerung, später beziehen wir die Ausländer mit ein.


1, Die Ausgangslage

Wir rechnen hoch bis ins Jahr 2100. Also von 2025 ziemlich genau 75 Jahre in die Zukunft.

Schweizer Bevölkerung (Staatsbürger): ca. 6’200’000

Geburtenrate der Schweizerinnen: Aktuell 1.2 – Wir rechnen aber optimistisch mit einen Wert von 1.35.

Generationenabstand: Wenn wir im Bundesamt für Statistik runter scrollen, sehen wir, dass eine Schweizerin im Durchschnitt mit 31.7 Jahren zum ersten Mal Mutter wird. Wir rechnen heute mit 31 Jahren.

In diesem Modell klammern wir Migration und Einbürgerungen komplett aus. Wir betrachten nur die „natürliche Bevölkerungsbewegung“ (Geburten minus Todesfälle).


2. Der Rechnungsweg

Da die Geburtenrate deutlich unter dem Ersatzniveau liegt, nutzen wir die Formel für den Bevölkerungsrückgang über Generationen hinweg.

Die Formel:

Bn = B0 x (G/2,1)n

Bn: Bevölkerung nach n Generationen

B0: Startbevölkerung (6.2 Mio)

G: Geburtenrate (1.35)

2.1: Das Niveau, welches für eine stabile Bevölkerung nötig wäre

n: Anzahl Generationen bis zum Zieljahr (75 Jahre / 31 Jahre = 2.42 Generationen)


3. Die Berechnung

Zuerst rechnen wir, wie viel Prozent der Elterngeneration durch Kinder ersetzt wird:

1,35 / 2,1 = 0.643 = 64,3 %

Nun wenden wir dies auf die Generationen an:

B2100 = 6’200’000 X (0,643)2,42

B2100: Bevölkerung im Jahr 2100


4. Das Ergebnis
(0,643)2,42 = 0,342
B2100 = 6’200’000 x 0,342 = 2’120’400

Wenn man ausschließlich die Geburtenrate der Schweizer Frauen (ca. 1,35) heranzieht und Einflüsse wie Zuwanderung und Einbürgerungen komplett weglässt, würde die Zahl der Personen mit Schweizer Bürgerrecht bis zum Jahr 2100 massiv sinken. Dies ist ein vereinfachtes mathematisches Modell. Es geht davon aus, dass die Lebenserwartung stabil bleibt und die Geburtenrate nicht wieder steigt und weiterhin dem Trend folgt. In dieser Rechnung wurde nicht kalkuliert, dass auch Ausländer sich einbürgern lassen können. Die ‚Papierlischwizer‘, wie man so schön sagt. Wir machen die Rechnung nun erneut, aber mit der Geburtenrate der Ausländer einbegriffen.

Geburtenrate der kompletten Bevölkerung

Du denkst jetzt vielleicht, dass die Situation sich in dieser Rechnung verbessern wird. Falsch gedacht. Schau am besten nochmal auf die Tabelle vom Bundesamt für Statistik, etwas weiter oben im Beitrag. Denn auch die Ausländer passen sich innert kurzer Zeit der Geburtenrate der Einheimischen an. Seit 25 Jahren ist auch bei den Ausländern ein klarer Trend festzustellen: Der Trend nach weniger Nachwuchs. Ich könnte die ganze Rechnung nochmal machen, aber ich werde mich dieses Mal kurzfassen:

  • Wir rechnen immer noch bis ins Jahr 2100, also ca. 75 Jahre in die Zukunft
  • Nun rechnen wir mit der Gesamtbevölkerung von ca. 9’100’000
  • Die Geburtenrate aller Einwohner der Schweiz ist 1,48 – optimistisch versteht sich.
  • Der Generationenabstand ist wieder 31 Jahre – 2,42 Generationen bis zum Jahr 2100
  • Das Reproduktionsverhältnis für die Rechnung ist 1,48/2,1 = 0,705
Das Ergebnis
B2100 = 9’100’000 x (0,705)2,42
(0.705)2,42 = 0,428
9’100’000 X 0,428 = 3’894’800
Vergleich der Rechnungen

Im ersten Szenario sinkt die Bevölkerung mit Schweizern, welche eingebürgert sind um ca. 66%. In der zweiten Rechnung sinkt die Gesamtbevölkerung um ca. 58%. Beide Szenarien führen dazu, dass die Schweiz aussterben wird, wenn sich bald nicht etwas ändert. Was sich ändern soll, müssen unsere Politiker wissen. Sie sollten es nur bald tun. Eine 10 Millionen Schweiz wird zwar einen Deckel auf die Gesamtbevölkerung setzten, aber nicht den Schweizer an sich retten. Kinder kriegen ist einfach nicht attraktiv, die Leute wollen karriere machen. Ihr hart erarbeitetes Geld in sich selbst investieren. Was meine Meinung dazu ist, werde ich in einem zukünftigen Beitrag kundtun. Eins kann ich jetzt schon sagen: Der Mehrheit wird meine Meinung nicht guttun. Mit der hohen Lebenserwartung in der Schweiz und der niedrigen Geburtenrate wird es immer mehr ältere Menschen geben. Bedeutet: Die Jungen müssen noch mehr arbeiten und sie selbst werden im Alter ruiniert, weil niemand das System der Pensionierung halten kann.

Was ist eure Meinung zu dem Thema? Schreibt es gerne in die Kommentare. Vielleicht ist dieser Beitrag für den ‚Büzli‚ oder den ‚Eidgenoss‚ ein schwieriges Thema, aber es ist leider die Wahrheit. Die Schweiz ohne Einwanderer wird es nie wieder geben, eine Schweiz ohne Einwanderer wird nicht mehr funktionieren. Zur Nachhaltigkeitsinitiative wird ebenfalls noch ein Beitrag kommen.

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